Aktuelles | Schulneubau


Entwurfszeichnung zum Neubau der Schule


Die Abbildung ist dem Schulprojekt entnommen.

Architektengemeinschaft Zimmermann Architekten BDA
Architektengemeinschaft Zimmermann
Jahnstraße 5a
DE-01067 Dresden



Endlich kann es los gehen! Vorzeitigen Maßnahmebeginn für den Neubau der Ganztagsschule in Gardelegen erteilt


Endlich kann es los gehen! Vorzeitigen Maßnahmebeginn für den Neubau der Ganztagsschule in Gardelegen erteilt Der Bescheid für den vorzeitigen Maßnahmebeginn zum Neubau der Ganztagsschule in Gardelegen liegt seit dem 12.08.2011 auf dem Schreibtisch von Landrat Michael Ziche. Seit dem 16.08.2011 stehen die ersten europaweiten Ausschreibungen schon im Netz. Frohe Gesichter bei Landrat Michael Ziche und seinen Verantwortlichen über den Bescheid für den vorzeitigen Maßnahmebeginn, der es dem Altmarkkreis Salzwedel ermöglicht, mit dem Ausschreibungsverfahren zu beginnen. „Eine langer Weg, vom Kreistagsbeschluss am 25.09.2006, über die zweite erfolgreiche Antragstellung im November 2009, bis zur Aufnahme in die EU-Schulbauförderung 2010, liegt hinter uns“, sagt Landrat Michael Ziche und dankt vor allem den Lehrern, Schülern und Eltern der Ganztagsschule „Karl Marx“ Gardelegen für ihr bisheriges Engagement und ihr Durchhaltevermögen. Für den noch zu erwartenden Zuwendungsbescheid hofft der Landrat bei den aktuellen Baukosten von 8,7 Millionen Euro auf eine maximale Förderung. Das neue Schuljahr kann für Schüler und Lehrer der Ganztagsschule noch wie gewohnt beginnen. Das europaweite Ausschreibungsverfahren umfasst sehr lange Zeitspannen. Obwohl das LOS 1 - die Baustelleneinrichtung und LOS 2 - die Gründungsertüchtigung schon am 16.08.2011 veröffentlicht wurden, ist vor Mitte November nicht mit dem offiziellen Baubeginn zu rechnen. Die Planer sind aber optimistisch. Im Frühjahr 2012 können dann die Gründungs- und Rohbauarbeiten erfolgen, so dass nach festgelegtem Bauablauf dem Innenausbau im Winter 2012 nichts mehr im Wege stehen könnte. Das Ziel des Umzuges in die neue Schule zum Schuljahr 2013/14 ist dabei fest im Plan. „Geld folgt Konzepten“, sagte Kultusminister Stephan Dorgeloh in einem Interview. Für die Ganztagsschule in Gardelegen waren wir mit dem neuen Konzept gemeinsam erfolgreich. „Ich habe auch die Schüler und Lehrer der Sekundarschule „Dr. Salvador Allende“ ermutigt“, sagt der Landrat, „dass wir gemeinsam einen neuen Antrag zur Errichtung einer Ganztagsschule am Standort in Klötze bis 15. Januar 2012 abgeben.“ „Wir wollen nicht nur von Familienfreundlichkeit und Vermeidung von langen Schulwegen reden, wir wollen auch dafür etwas tun. Mit einem dann flächendeckenden Ganztagsschulangebot im Altmarkkreis Salzwedel würden wir auch vielen Eltern in der Einheitsgemeinde Klötze helfen, die Ihre Kinder durch schulische Angebote betreut wissen möchten“, schätzt der Landrat weiter ein.


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Baustelle wird seit gestern eingerichtet / Am 28. November beginnen Baugrundarbeiten

Baustart für Neubau der Sekundarschule

15.11.2011 05:26 Uhr

Von Cornelia Ahlfeld

Die Arbeiten für den Neubau der Karl-Marx-Sekundarschule haben begonnen. Innerhalb der nächsten 14 Tage wird die Baustelle eingerichtet. Danach folgen Baugrundarbeiten. Das eigentliche Baugeschehen startet im März des nächsten Jahres. Gardelegen l Der Zeitplan für den Neubau der Karl-Marx-Sekundarschule ist an der Wand befestigt, direkt am Schreibtisch von Klaus-Dieter Wolff: Kein Wunder, ist doch dieses Projekt das mit Abstand größte Investitionsvorhaben in den nächsten zwei Jahren im Altmarkkreis Salzwedel. Und dieser Neubau ist gestern nach Jahren des Hoffens und Bangens um Fördermittel für den dringenden Schulneubau in die entscheidende Phase gestartet. Und zwar mit der Einrichtung der Baustelle. "Es handelt sich um zwei Lose, die für dieses Jahr noch ausgeschrieben worden sind. Es geht dabei um die Baustelleneinrichtung und um Baugrundarbeiten", erläuterte Klaus-Dieter Wolff gestern auf Anfrage. Seit gestern nun ist die beauftragte Firma dabei, die Baustelle einzurichten. Dazu gehören unter anderem Baumfällarbeiten auf dem Schulhofgelände, dem Standort der neuen Schule. Das Areal wird eingezäunt, ein Container wird aufgestellt. Zudem werden Bauverkehrswege befestigt. "Es geht praktisch darum, Baufreiheit zu schaffen und die Baustellenversorgung mit Wasser, Abwasser und Strom zu sichern", sagte Wolff. Diese Arbeiten werden zwei bis drei Wochen in Anspruch nehmen. Am 28. November folgt die nächste Runde mit den Baugrundarbeiten. Bei Voruntersuchungen sei festgestellt worden, dass der tragfähige Baugrund erst in einer Tiefe von vier Metern vorhanden sei. "Darüber befinden sich diverse Aufschüttungen aus alten Zeiten", sagte Wolff. Erforderlich seien nun zum Teil Kiesaufschüttungen und Stabilisierungsarbeiten mit Stahlbetonpfeilern. Danach ist erst einmal Schluss. Der Neubau geht in die Winterpause. Das eigentliche Baugeschehen soll dann im März des nächsten Jahres starten. Bis Mitte des Jahres soll der Rohbau stehen. Danach folgen dann die Innenarbeiten. Die Einweihung des Neubaus soll im August 2013 gefeiert werden. In diesem Zeitraum soll dann der Abriss der alten Schule beginnen. Diese Arbeiten wird die Stadt Gardelegen mit Fördergeld aus dem Stadtumbau-Ost-Programm finanzieren. Ein Atrium vom Erdgeschoss bis zum Dach Für den Neubau der Schule hatte der Landkreis im Vorfeld einen Architektenwettbewerb ausgeschrieben. Daran hätten sich 130 Ingenieur- und Architektenbüros beteiligt. In der Auswertung seien fünf Bewerber in die Endrunde gekommen, die dann einen Planungsvorentwurf erarbeitet hätten. Den Zuschlag hatte letztlich ein Planungsbüro erhalten, das in seinem Vorentwurf alle Kriterien für eine Ganztagsschule berücksichtigt habe, so Wolff. Dieser Vorentwurf sei von allen Gremien des Kreistages bestätigt worden. "Wir haben eine kompakte Lösung gefunden", sagte Wolff. Das würfelförmige Gebäude wird drei Etagen haben. Das Erdgeschoss sei transparent gestaltet mit viel Glas und Freiräumen. In der Mitte soll eine Art Atrium angesiedelt werden, das sich bis in den Dachbereich erstrecken wird. Das Ganze wird dann mit einer Glasüberdachung gestaltet, die zugleich als Lichtquelle und im Bedarfsfall als Belüftung dienen soll. Rings um das Atrium sind dann die Schulräume angesiedelt. Für die Nachmittagsbetreuung im Rahmen der Ganztagsschule wird es außerdem einen Hortbereich geben. Der Schulneubau wird insgesamt neun Millionen Euro kosten. Fünf Millionen werden über ein Schulneubauprogramm der Europäischen Union gesichert. Die restlichen vier Millionen übernimmt der Landkreis in Form von Krediten. Mit dem Baubeginn wird es auch einige Veränderungen für Schüler und Lehrer geben. Der jetzige Schulhof ist Standort der neuen Schule und steht mit der Baustelleneinrichtung nicht mehr als Pausenhof zur Verfügung. Der Schulhof wird sich künftig auf der anderen Seite der Schule, im Bereich des Parkplatzes und des Haupteinganges, befinden. Geparkt werden kann dann nur noch außerhalb des Schulgeländes. Dazu habe es bereits Gespräche gegeben mit dem Makler des benachbarten Lebensmittelmarktgeländes. Dort stehen für die Bauzeit Parkflächen zur Verfügung. Die Sportanlage hinter der Schule könne auch während der Bauphase für den Unterricht genutzt werden. Ziel sei es außerdem, die Tartanbahn am Rande des Schulhofes zu erhalten, da der Neubau in einem Abstand von etwa sechs Metern zur Tartanbahn entstehen wird. Der Neubau der Sekundarschule ist seit Jahren Thema in der Kommunalpolitik und in der Eltern- und Lehrerschaft. Das jetzige Gebäude - gebaut Mitte der 1960er Jahre - ist völlig marode. Die schlechten baulichen Zustände sind allerdings erst nach einigen Vorkommnissen in den öffentlichen Blickpunkt gelangt, und das zum Teil deutschlandweit. Unter anderem ging es um eine Prügelei, die von Mitschülern, statt dem Opfer zu helfen, mit Handys gefilmt worden war. Dieser Vorfall ereignete sich im Zeitrahmen der massiven Probleme mit der Berliner Rütli-Schule. Danach gab es zahlreiche Bestrebungen für einen Schulneubau in Gardelegen, der nun mit Hilfe des EU-Förderprogrammes auch realisiert werden kann (wir berichteten).



Thomas Webel auf Informationsbesuch in Gardelegen / Auftrag für Sekundarschul-Rohbau mit erheblichem Preisaufschlag vergeben

Verkehrsminister besichtigt "wichtigste Baustelle" des Kreises


Verkehrsminister Thomas Webel besichtigt Baugrube der Karl-Marx-Schule


Gardelegen (gb) l Auf der "derzeit wichtigsten Baustelle" im Altmarkkreis begrüßte Landrat Michael Ziche gestern Thomas Webel, Minister für Landesentwicklung und Verkehr in Sachsen-Anhalt. Letzterer schaute sich auf Einladung des CDU-Landtagsabgeordneten Uwe Harms während seines Arbeitsbesuches in der Altmark unter anderem die Baugrube des Sekundarschul-Neubaues an und ließ sich von Cornelia Steinecke, Sachgebietsleiterin des kreislichen Hochbauamtes zudem über den Stand der Bauarbeiten und die zeitliche Planung informieren. So soll der Rohbau bereits Anfang März beginnen, das Erdgeschoss im April stehen. Endgültig fertig gestellt sein soll die Schule dann zu Beginn des Schuljahres 2013. Wie sehr sich vor allem die Schüler für das Projekt begeistern, beschrieb Schulleiter Horst-Dieter Radtke: "Als die ersten Lkw kamen, hatte ich gerade Unterricht", erzählte er. Die Freude darüber, dass es "endlich losging", sei riesig gewesen. Kein Wunder, "immerhin sind wir seit etwa neun Jahren dran an diesem Projekt", erinnerte Michael Ziche. Er jedenfalls sei "dankbar und glücklich", dass es nun verwirklicht werden könne. Der Schultyp der derzeit noch genutzten Karl-Marx-Schule sei für ihn selbst übrigens noch sehr vertraut, verriet Webel im Gespräch mit Ziche, Harms, Radtke und Gardelegens Bauausschussvorsitzendem Otto Grothe. "Ich bin in Zielitz bis 1963 selbst in eine solche Schule gegangen." Die Entscheidung für den Neubau bezeichnete Webel denn auch als "mutig" aber vernünftig. Auch weil damit - anders als bei einer Sanierung - eine "hohe finanzielle Sicherheit" gegeben sei. Das allerdings konnte der Landrat dann doch nicht so stehenlassen. Vor wenigen Tagen sei nämlich mit dem Rohbau das erste von rund 40 bis 50 Losen vergeben worden. Leider mit erheblichen Mehrkosten, da die Preise in der Baubranche im vergangenen Jahr um rund 20 Prozent gestiegen seien. Bedauerlich fand Ziche auch, dass "der Rohbau nicht an ein altmärkisches Unternehmen vergeben" wurde. Es habe zwar Bewerber gegeben, die hätten preislich aber nicht an die Bautzener Firma "herangereicht". Da es aber noch viele weitere Lose gebe, sehe er hier auch für die regionalen Betriebe gute Chancen auf Aufträge. Bevor diese allerdings ausgeschrieben werden können, müssten aktuell noch verschiedene Probleme in Sachen Brandschutz geklärt werden. Hier, so erläuterte Landrat Ziche, stelle das ungewöhnliche Konzept der Architekten das Bauamt doch vor unerwartete Anforderungen.

"Dokumentinfo Dokumenten Information Copyright © Volksstimme 2012 Dokument erstellt am 2012-02-08 05:23:20 Letzte Änderung am 2012-02-08 05:23:20





Bauarbeiten für die Sekundarschule an der OdF-Straße haben nun richtig begonnen

Ab 2013 soll im Neubau unterrichtet werden

René Vahlberg kontrolliert, ob der Keller auch tief genug ausgehoben wird. | Foto: Jenny Schwerin

Die Bauarbeiten für den Neubau einer Sekundarschule an der OdF-Straße haben vor einigen Tagen richtig begonnen. Im nächsten Jahr soll das Gebäude fertiggestellt sein, ab 2013 soll darin unterrichtet werden. Gardelegen l Seit 2006 ist der Neubau der Karl-Marx-Schule in Gardelegen geplant. Am 25. September 2006 beschloss der Kreistag den Neubau der Schule. Vor einigen Tagen ging es nun richtig los mit den Bauarbeiten. Bereits im Dezember waren Baugrundverbesserungsarbeiten vorgenommen worden. Momentan werde der Keller ausgehoben, sagte Dirk Fröhnel von der Baufirma aus Bautzen, die mit dem Neubau der Schule beauftragt wurde. "In zirka einer Woche, wenn der Keller vollständig ausgehoben worden ist, wird im Keller der Boden gegossen", erklärte Fröhnel, der für die Koordination der Arbeiter verantwortlich ist. Danach solle dann erst der Keller hochgezogen werden, dann würde der Rest der Schule, Etage für Etage, folgen. Ein insgesamt dreigeschossiger Kubus ist geplant. Ein großzügiges Eingangsfoyer, ein überdachtes Atrium und großflächige Verglasung im Erdgeschoss sieht die Entwurfsvorlage für den Neubau vor. Ein multifunktionaler Flurbereich mit Sitznischen, Lernregalen, Treff- und Arbeitsplätzen ist ebenfalls geplant. Auch ein Fahrstuhl, für eine barrierefreie Schule, soll gebaut werden. Die momentan genutzten Freisportanlagen der Schule sollen erhalten bleiben. Insgesamt 8,7 Millionen Euro soll der Bau kosten. 5 Millionen Euro steuert das Land Sachsen-Anhalt bei, 3,7 Millionen Euro kommen vom Altmarkkreis Salzwedel. Bis zum nächsten Winter sollen der Rohbau fertiggestellt sein und der Innenausbau erfolgen, so sieht es der aktuelle Plan momentan vor. Für die Sommerferien 2013 ist dann der Umzug von der alten in die neue Schule geplant. Auf vier Ebenen soll der Unterricht dann stattfinden. Im Untergeschoss soll der Technikraum sein, im Erdgeschoss sollen vornehmlich handwerklich-kreative Fachkabinette untergebracht werden, im ersten und zweiten Stock sollen sich dann die allgemeinen Unterrichtsräume befinden, im ersten Obergeschoss zusätzlich dazu auch die Verwaltung und naturwissenschaftliche Fachkabinette. Für September 2013 ist dann der Abriss des alten Schulgebäudes geplant. Bis zum Jahresende soll das alte Gebäude abgerissen und die Außenanlage ausgestaltet worden sein. Kommen also keine unvorhergesehenen Schwierigkeiten, die den Baufortgang verzögern, dazwischen, so können die Schüler und Lehrer der Karl-Marx-Schule dann im Schuljahr 2013/14 in einem neuen modernen Schulgebäude lernen und lehren."

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Dokument erstellt am 2012-03-28 04:22:39
Letzte Änderung am 2012-03-28 04:22:39




Grundsteinlegung gestern Nachmittag für die neue Sekundarschule an der OdF-Straße

"Drei Hammerschläge mit guten Wünschen


Schulleiter Horst-Dieter Radtke hatte eine Ausgabe der neuen Schulzeitung mitgebracht. Zusammen mit Kreis-Bauamtsleiter Klaus-Dieter Wolff verstaute er die Unterlagen in der Schatulle. Diese wurde im Grundstein eingemauert. | Foto: Donald Lyko

Mit der Grundsteinlegung ist gestern Nachmittag die nächste Etappe des Neubaus einer Sekundarschule begonnen worden. Im August 2013 soll die Schule bezogen werden. Gardelegen l Schulleiter Horst-Dieter Radtke hatte ein druckfrisches Exemplar der neuen Schülerzeitung mitgebracht. Sie fand ebenso einen Platz in der Schatulle wie regionale Tageszeitungen und die Baupläne für die neue Sekundarschule. Als alle Dokumente, fest zusammengerollt, in der Röhre verstaut waren, wurde diese eingemauert. Die technische Umsetzung übernahm Polier Dirk Fröhnel, die drei obligatorischen Hammerschläge mit den besten Wünschen für die Bauherren, die Bauarbeiter und die künftigen Nutzer des Gebäudes übernahm Landrat Michael Ziche. Für ihn war es die erste Grundsteinlegung seiner Amtszeit.

Polier Dirk Fröhnel (links) übernahm bei der Grundsteinlegung das Handwerkliche, Landrat Michael Ziche die drei Hammerschläge. | Foto: Donald Lyko

"Mit der Fertigstellung der Bodenplatte für das Kellergeschoss liegen die Bauarbeiten gut im Plan, so dass ich bisher optimistisch bin, dass der enge Zeitplan gehalten werden kann", sagte der Landrat. Die enge Zeitplan ist unter anderen gesteckt, weil die fünf Millionen Euro als Fördergeld aus dem Europäischen Strukturfonds ausgegeben werden müssen. Eng ist der Zeitplan aber auch, weil das neue Gebäude ab dem Schuljahr 2013/2014 genutzt werden soll. Insgesamt werden rund 8,7 Millionen Euro in den Schulneubau investiert, 3,7 Millionen Euro als Anteil des Landkreises. In den vergangenen Jahren habe es im Altmarkkreis Salzwedel nur sehr wenige Investitionen in dieser Größe gegeben, sagte Michael Ziche: "Aber es ist gut angelegtes Geld, weil wir es in Bildung investieren." Da Deutschland und auch der Altmarkkreis mit Rohstoffen nicht so reich ausgestattet sind, darum seien Investitionen in die Bildung, in gut ausgebildete Menschen, wichtig. Ziche würdigte den gestrigen Tag nicht nur wegen des Sonnenscheins als "guten Tag für die Stadt Gardelegen und den Altmarkkreis".


Mit dem Bau der neuen Schule geht es schon gut voran, das Fundament ist fertig. | Foto: Donald Lyko

In seiner Rede erinnerte er an die vergangenen Jahre und das Bemühen vieler, für Gardelegen eine neue Sekundarschule zu bekommen. Der Erfolg habe viele Väter gehabt. Den Kreistag, der der Finanzierung zugestimmt und einen gemeinsamen Schulstandort Gymnasium/Sekundarschule abgelehnt hat. Die Stadt Gardelegen, die die Abrisskosten für die Dimitroffschule übernommen hat. Schulleiter Horst-Dieter Radtke, die Lehrer, Eltern und der Förderverein, die letztendlich mit ihrem Ganztagsschulkonzept überzeugen konnten. Ihnen allen dankte der Landrat gestern noch einmal. Dem konnte sich der Schulleiter nur anschließen. "Es ist ein Erfolg für die Stadt Gardelegen, dass an diesem Standort eine neue Schule gebaut wird", sagte er. Das neue Gebäude soll den Anforderungen an eine Ganztagsschule erfüllen. Viel Licht, Multimedia-Technik in den Unterrichtsräumen, ein multifunktionaler Veranstaltungsraum, eine moderne Holzhack-Heiztechnik und Bauinvestitionen "versprechen eine Bauinvestition in die Zukunft", so der Landrat.

"Dokumenten Information Copyright © Volksstimme 2012 Dokument erstellt am 2012-04-18 04:30:05 Letzte Änderung am 2012-04-18 04:30:05"



An der OdF-Straße nimmt der zwei Millionen Euro teure Rohbau der Ganztagsschule Gestalt an
„Ohne wesentlichen Verzug“
Gardelegen. Stahlgerüste und Stützwände versperren noch die Sicht auf das Wesentliche. Doch hinter Maschinen und schwerem Gerät gehen die Bauarbeiten auf Gardelegens derzeit größter Baustelle planmäßig voran.
© Weisbach
Auch wenn sich der Rohbau derzeit noch hinter Stützwänden und Stahlgerüsten verbirgt: Auf der Baustelle der neuen Gardelegener Ganztagsschule gehen die Bauarbeiten planmäßig voran. „Die Maßnahmen sind in vollem Gange und wir sind ohne wesentlichen Verzug“, fasste Klaus-Dieter Wolff, Leiter des Hoch- und Tiefbauamtes des Altmarkkreises, gestern das Ergebnis der monatlichen Bauplanungsberatung an der OdF-Straße zusammen. Derzeit seien vor allem zwei Unternehmen auf der Baustelle aktiv. Eine Bautzener Baufirma, die mit den Rohbauarbeiten betraut sei, bereite den Einbau der Decke des Erdgeschosses vor. „Wir rechnen damit, dass wir sie in den nächsten vierzehn Tagen einziehen können“, so Wolff. Anschließend sollen die Decken für die Obergeschosse folgen, deren Einzug technisch allerdings weniger anspruchsvoll sei. Bereits im September sollen die rund zwei Millionen Euro umfassenden Arbeiten am Rohbau der Schule weitgehend abgeschlossen sein. „Zu 80 bis 90 Prozent werden wir diesen Zeitplan einhalten können“, sagte der Bauamtsleiter. Parallel zu den Rohbauarbeiten ist eine weitere Firma derzeit mit dem Verlegen von Leitungen zum neuen Schulgebäude beschäftigt. Dafür würden von der westlichen Grundstücksseite her Gas-, Wasser-, und Stromanschlüsse in Zusammenarbeit mit regionalen Versorgungsunternehmen verlegt. Die Tartan-Laufbahn auf dem Grundstück der Schule bleibe von diesen Maßnahmen aber unberührt, erklärte Klaus-Dieter Wolff. Wenn alles reibungslos verläuft, wollen die Planer das Winterhalbjahr bereits für die Innenarbeiten in der Schule nutzen. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass auch Fenster und Heizung bereits im Herbst eingebaut und funktionsfähig sind. Der Schulneubau an der OdF-Straße wird nach den derzeitigen Planungen insgesamt 8,7 Millionen Euro kosten und soll ab Sommer 2013 bis zu 320 Schülern Platz bieten. „Wegen seiner monolithischen Konstruktionsweise aus Stahlbeton ist dies ein sehr anspruchsvolles Bauprojekt“, betonte Klaus-Dieter Wolff. Eine enge Abstimmung zwischen den am Bau beteiligten Planungsbüros, Baufirmen und dem Kreis als Bauherren sei deshalb wichtig. Für den Schulstandort Gardelegen könnten sich diese Anstrengungen aber lohnen. Denn die neue Schule soll nach dem Willen der Planer nicht nur in pädagogischer Hinsicht Maßstäbe setzen. Aus baulicher Sicht verweist Klaus-Dieter Wolff etwa auf die technisch aufwändige Heizungsanlage der Schule. Mit Holzhackschnitzeln und Gas betrieben, soll sie für ein angenehmes Klima in den Klassenzimmern sorgen und ganz nebenbei auch noch Umwelt und öffentliche Kassen schonen.
Von Alexander Walter
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Arbeiten im Zeitplan/Gesamtsumme steigt voraussichtlich auf zirka neun Millionen Euro
Zusätzliche Ausgaben für den Brandschutz
Von Donald Lyko

Die Arbeiten am Rohbau der neuen Sekundarschule gehen gut voran. Im Herbst soll die Hülle geschlossen sein. | Foto: Donald Lyko

In einem Jahr soll die neue Gardeleger Sekundarschule bezogen werden. Die Bauarbeiten liegen derzeit im Plan, die Kosten werden allerdings etwas steigen. Gardelegen l Rund 8,7 Millionen Euro soll der Schulneubau an der OdF-Straße kosten, von denen der Altmarkkreis Salzwedel 3,7 Millionen Euro als Eigenanteil aufbringt. Mit dieser Kostenkalkulation hatten im Frühjahr die Arbeiten begonnen. Mittlerweile haben sich aber neue Situationen, zum Beispiel beim Brandschutz, ergeben, die höhere Ausgaben bedeuten. "Wir werden uns nach jetzigem Stand wohl in Richtung neun Millionen Euro bewegen", sagte Landrat Michael Ziche Anfang der Woche während eines Besuches der Baustelle. Ein Beispiel ist die geplante sogenannte Lernwand im ersten Obergeschoss. In Nischen, zwischen Bücherregalen, soll dieser Bereich Platz für "organisiertes Lernen" bieten, erklärte Ziche. Dort können die Schüler aus dem Ganztagsschulbereich zum Beispiel ihre Hausaufgaben machen. Nachträglich zur Planung muss für diesen Bereich als Brandschutzauflage eine Vernebelungsanlage installiert werden.

Bauleiter Volker Düsing (rechts) erklärte Landrat Michael Ziche (von links), Kreisbauamtsleiter Klaus-Dieter Wolff und Bauamtsmitarbeiterin Cornelia Steinecke den aktuellen Stand der Arbeiten. | Foto: Donald Lyko

Der Keller und das erste Obergeschoss des Stahlbetonbaus sind im Rohbau fertig, das zweite Obergeschoss soll bis zum 10. September fertig sein. "Dann ist die Hülle komplett", informierte Bauleiter Volker Düsing aus Osterburg. Die Aufträge für die fassadenschließenden Elemente, also die Fenster, sind vergeben. Mit dem Einbau soll im kommenden Monat begonnen werden. Es werden sehr große Fenster verwendet, um den Schülern helle Räume zu bieten. "Mitte Oktober ist die Hülle dann zu", sagte der Bauleiter. Der Eingangsbereich bleibe aber offen wegen der Transporte auf die Baustelle.

Zu den Rohbauarbeiten gehört auch die Treppe, die sich in der Mitte des neuen Schulgebäudes befindet und die Etagen verbindet. Bis sie ihre richtige Stabilität und Festigkeit hat, wird sie von zahlreichen Stützen gehalten. | Foto: Donald Lyko

Ebenfalls im Herbst wird an der Wärmedämmung und an der Fassade gearbeitet, wenn es das Wetter erlaubt. Nach Möglichkeit soll die Fassade noch in diesem Jahr fertig werden. Anfang Oktober sollen auch die Firmen mit dem Verlegen der Kabel und Rohre für die Strom- und Wasserversorgung sowie Heizung beginnen. "Zum Winter soll die Heizung in der Lage sein, Wärme zu produzieren", erklärte Volker Düsing. Denn dann könne in den Wintermonaten der Innenausbau laufen. Das neue Schulgebäude bekommt eine moderne Holzhack-Heizung. Zudem wird eine Belüftungsanlage eingebaut, die im Sommer während der Nachtstunden kühlere Luft ins Gebäude bläst. Die Fenster werden mit einer Beschattungsanlage versehen. "Nach jetzigem Stand ist es realistisch, dass die Schule zum Schuljahr 2013/2014 bezogen werden kann", sagte der Bauleiter.
Copyright © Volksstimme 2012 Dokument erstellt am 2012-08-25 04:19:19 Letzte Änderung am 2012-08-25 04:19:19 http://www.volksstimme.de/nachrichten/lokal/gardelegen/919787_Zusaetzliche-Ausgaben-fuer-den-Brandschutz.html



Richtfest für neue Ganztagsschule gefeiert/Arbeiten im Plan/Namenssuche hat begonnen

"Alle Beteiligten haben Wort gehalten"

Von Donald Lyko

Zu den Besonderheiten der neuen Schule gehören die großen Fenster, die sehr viel Licht in den Räumen bieten. Aus ihnen kann man aber auch sehr schön winken, wie einige Schüler am Dienstag ausprobierten. | Foto: Donald Lyko

Dem Neubau der Ganztagsschule in Gardelegen ist am Dienstagnachmittag die Richtkrone aufgesetzt worden. Die Bauarbeiten liegen derzeit im Plan. In den kommenden Monaten soll auch die Namensfrage geklärt werden.
Gardelegen l "Der Bau wird ein richtig schöner Winterbau", freute sich Landrat Michael Ziche am Dienstagnachmittag über den Stand der Arbeiten. Denn "alle am Bau Beteiligten haben Wort gehalten und gemeinsam ihre Anstrengungen darauf gerichtet, den Bau vor dem Jahresende winterfest zu bekommen", sagte er während des Richtfestes. "Ein Stückchen Glaubwürdigkeit in Punkto Termintreue" gehöre für ihn zu einem Bauvorhaben dieser Größenordnung einfach dazu, erklärte Ziche. Das Dach wird in Kürze in Angriff genommen, mit der Fassade ist bereits begonnen worden, die Fenster werden in den kommenden Wochen eingesetzt. Dann beginnt der Innenausbau der neuen Schule, in die knapp neun Millionen Euro investiert werden. Der Kreis bringt 3,7 Millionen Euro als Eigenanteil auf.

Nachdem Polier Dirk Fröhnel (rechts) die Richtspruch aufgesagt hatte, schlugen Landrat Michael Ziche (Mitte) und Schulleiter Horst-Dieter Radtke die Nägel ins provisorische Gebälk. | Foto: Donald Lyko

Eine gute Investition, findet Landrat Michael Ziche. Denn die Ganztagsschule in Gardelegen wird Bestand haben, erklärte er. Derzeit hat die Karl-Marx-Sekundarschule 310 Schüler. Diese Nachhaltigkeit sei auch ausschlaggebend gewesen für die Entscheidung für einen Neubau, der mit EU-Geld gefördert wird. Dass die neue Schule direkt neben der derzeitigen Schule gebaut wird, sieht Ziche weniger als "Störfaktor", sondern eher als "gute Motivation für Lehrer und Schüler". Einige von ihnen schauten sich am Dienstag die Baustelle an.
Das neue Gebäude mit einer Nutzfläche von rund 4000 Quadratmetern wird neben den Unterrichtsräumen auch Platz für die Ganztagsschulbetreuung am Nachmittag bieten. Der energieeffiziente Neubau soll mit einer modernen Holzhack-Heizungsanlage betrieben werden. Viel Licht, Multimedia-Technik in den Unterrichtsräumen, ein multifunktionaler Veranstaltungsraum, ein Atrium, ein überdachtes Foyer und Barrierefreiheit sind einige der Besonderheiten. Für ihre Planung hat die Architektengemeinschaft Zimmermann aus Dresden "das sehr ausführliche pädagogische Konzept als Handlungsanleitung" genutzt. Das überzeugende Konzept - erarbeitet von Lehrern, Eltern und Mitgliedern des Fördervereins - war die Grundlage für eine positive Fördergeldzusage. Zum Bau selbst sagte Architekt Norbert Zimmermann anlässlich des Richtfestes: "Wir können ein positives Zwischenresümee ziehen. Wir wähnen uns auf einem guten Weg."
Wenn die Schüler und Lehrer zu Beginn des Schuljahr 2013/14 umgezogen sind, soll möglichst bald mit dem Abriss der jetzigen Karl-Marx-Schule begonnen werden, kündigte Landrat Michael Ziche an. Dort, wo die alte Schule steht, wird ein Schulhof mit viel Grün angelegt. Parallel zu den Bauarbeiten soll in den kommenden Monaten die Frage beantwortet werden, ob die neue Schule weiterhin "Karl Marx" heißt (siehe Info-Kasten). Schulleiter Horst-Dieter Radtke wünscht sich, dass die neue Schule auch gleich einen neuen Namen bekommt. Schon vor Jahren, nachdem der Kreistag 2006 den Neubau beschlossen hatte, hatte es erste Initiativen zur Namenssuche gegeben. Der CDU-Nachwuchs, die Junge Union, hatte damals Unterschriften gesammelt für ihren Vorschlag "Richard W. Sonnenfeldt". Der Sohn einer jüdischen Gardeleger Familie war nach dem Krieg Dolmetscher bei den Nürnberger Prozessen.
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Dokument erstellt am 2012-10-04 02:14:14
Letzte Änderung am 2012-10-04 02:14:14



Karl Marx bleibt Name der Sekundarschule

Mehrheitsentscheidung in der Gesamtkonferenz sowie der Elternschaft und Schüler Wenn es wohl auch sicher nicht die alten Metallbuchstaben sein werden, die derzeit noch über dem Haupteingang zu sehen sind: Der Namenszug "Karl Marx" wird auch an dem Neubau von Gardelegens einziger Sekundarschule stehen. Schulleiter Horst-Dieter Radtke teilte gestern die Entscheidung der Gesamtkonferenz mit. | Foto: Gesine Biermann

Die Gardeleger Karl-Marx-Sekundarschule soll auch nach dem Umzug in den Neubau den Namen Karl-Marx tragen. Mit deutlicher Mehrheit haben sich Gesamtkonferenz und Elternschaft für die Beibehaltung des gewohnten Schulnamens entschieden.

Von Gesine Biermann
Gardelegen Er wird bleiben, der gewohnte Namenszug, auch wenn es wohl nicht mehr dieselben Metallbuchstaben sein werden, die derzeit noch über dem Haupteingang der Gardeleger Karl-Marx-Schule hängen. Doch auch nachdem Schüler und Lehrer im Sommer 2013 in das neue Schulgebäude eingezogen sind, werden sie in der Karl-Marx-Schule lernen und lehren. Am Dienstagabend hatte die Gesamtkonferenz so entschieden, den Namen des berühmten Protagonisten der Arbeiterbewegung beizubehalten, und zwar nach einer "sehr emotionalen und sehr konträren Diskussion", sagte Schulleiter Horst-Dieter Radtke.

"Weil das ein so brisantes Thema war, haben wir in geheimer Wahl abgestimmt."

"Und weil das doch ein so brisantes Thema war, haben wir in geheimer Wahl abgestimmt", so Radtke. 19 der insgesamt 31 anwesenden Mitglieder der Gesamtkonferenz stimmten dafür, den Namen Karl Marx zu behalten, 12 stimmten für eine neue Namenswahl. Damit ist entschieden, dass es keinen neuen Namen geben wird. Er selbst hätte sich allerdings einen neuen Namen gut vorstellen können, versicherte Radtke. Erstaunt war er über das Abstimmungsergebnis dennoch nicht. Es entsprach nämlich auch der Entscheidung von Eltern und Schülern, die im Vorfeld befragt worden waren. "Vor den Herbstferien haben wir allen Schülern einen Brief mit nach Hause gegeben, in dem wir die Eltern baten, sich unter Berücksichtigung der Wünsche ihrer Söhne und Töchter' zur Namenswahl zu äußern. Und die Beteiligung an der Aktion war gut", so Radtke. Von den derzeit 308 Schülern hatten immerhin 202 den Brief nach den Herbstferien wieder mitgebracht. Auch hier sei das Ergebnis mit einer ähnlichen Quote eindeutig gewesen: 132 Elternhäuser stimmten für "Karl Marx", nur 70 wünschten sich einen neuen Namen. Zwei Drittel zu einem Drittel, also ähnlich wie in der Gesamtkonferenz. Sogar in den fünften Klassen, "die ja noch nicht so lange hier zur Schule gehen", hätten sich eindeutig mehr Elternhäuser für "Karl Marx" ausgesprochen. "Zu diesem Zeitpunkt hatte ich allerdings nicht mit einem so eindeutigen Ergebnis gerechnet", versicherte Radtke.

"Der Wettbewerb zur Namensfindung war für die kommende Woche geplant."

Im Gegenteil: Für die kommende Woche sei der Wettbewerb zur Namensfindung schon geplant gewesen. Denn laut einer Trendumfrage im Internet, die die Schule dankenswerterweise auf der Homepage der Stadt habe starten dürfen, hatten sich bis zum ersten November mehr als die Hälfte der 411 Teilnehmer, nämlich 57 Prozent, noch für einen Namenswechsel ausgesprochen. Und auch Architekt Norbert Zimmermann hatte jüngst beim Richtfest bereits "viel Erfolg bei der Namenssuche" gewünscht. Nun haben Eltern, Lehrer- und Schülervertreter anders entschieden. Für Radtke ist die Entscheidung der Gesamtkonferenz verbindlich. "Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass der Schulträger anders entscheiden wird", meinte Radtke. Der sei zwar in letzter Instanz für die Namensvergabe zuständig, werde sich aber ganz sicher nicht gegen den Beschluss der Gesamtkonferenz richten.

http://www.volksstimme.de/nachrichten/lokal/gardelegen/966690_Karl-Marx-bleibt-Name-der-Sekundarschule.html
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Dokument erstellt am 2012-11-15 02:15:41
Letzte Änderung am 2012-11-15 02:15:41


Sekundarschulneubau im Zeitlimit / Rohbau ist fertiggestellt, nun beginnt der Innenausbau

Blicke in ein "offenes" Schulgebäude
"Bauleiter Thomas Hieber im ersten Obergeschoss. Von hier aus kann man ins Atrium und in alle Flure schauen. | Foto: Gesine Biermann"

Der Neubau der Gardeleger Karl-Marx-Schule liegt derzeit voll im Zeitplan. Der Rohbau ist so gut wie abgeschlossen. Ab jetzt geht es innen weiter. Gardelegen l Von vorn betrachtet sieht sie fast aus wie ein Geschäftshaus mit integrierter Schaufensterzeile im Parterre. Lachend bestätigt das Thomas Hieber, einer der beiden Bauleiter des Sekundarschulneubaus bei einem Volksstimme-Gespräch am Mittwoch. "Aber später wird man den Schulcharakter schon erkennen", versichert er. Derzeit sei der Rohbau so gut wie abgeschlossen. Die Schlussrechnung werde demnächst gestellt. Dann kann es außenherum und innen weitergehen.
Aktuell wird zum Beispiel gerade mit dem Einbau von Heizung und Lüftung begonnen. Sobald die Hülle dicht ist, werden Trockenbau, die Elektrik und der Innenputz folgen. Geputzt wird allerdings gar nicht, sondern gespachtelt, erklärt der Bauleiter. Ende des Jahres soll dann der Estrich gegossen werden. Zuvor muss in den kommenden Tagen allerdings noch der Dämmputz aufgebracht werden. "Sonst verwandelt sich das ganze Gebäude in eine Tropfsteinhöhle." Am Mittwoch allerdings ist es zu kalt dafür. "Bei Frost geht das nicht", erklärt Hieber.

Offener Bau mit viel Licht

Und so kann es, obwohl der Bau derzeit noch exakt im Zeitplan liegt, durch den Winter noch zu Verzögerungen kommen. "Fällt ein Unternehmen aus, kommen die nachfolgenden auch in Verzug", erläutert der Bauleiter, "sie müssen ihre Arbeit ja dann auch erst wieder neu eintakten." Dennoch sieht der Fachmann den Fertigstellungstermin bislang nicht in Gefahr: Verzögerungen ließen sich ja schließlich oft auch wieder aufholen, versichert er.
Wer derzeit einen Blick ins Innere des Schulgebäudes werfen darf, bekommt mittlerweile auch schon eine Vorstellung davon, wie es hier mal aussehen könnte. Auffällig dabei ist vor allem der offene Charakter der künftigen Schule. "Genau das gefällt mir auch persönlich sehr gut", bestätigt Hieber. Der Aufenthaltsbereich im Erdgeschoss ist ein Atrium, von dem man vom Erdgeschoss aus nach oben in alle Etagen und durch ein großes Oberlicht in den Himmel blicken kann. Umgeben ist er zudem von geschosshohen Fensterscheiben. An Licht wird es den künftigen Nutzern der Schule also nicht fehlen.

Lernregale für Schüler

Ganz hell und breit sind ebenfalls die Schulflure, die innen auf jeder Etage rundum um das Atrium führen. An den Außenseiten liegen die Klassenräume. Innen werden dann später die sogenannten "Lernregale" liegen. Die dürfe man allerdings nicht so wörtlich nehmen, sagt Hieber schmunzelnd. Denn gemeint sind damit kleine Nischen, in denen die Schüler in den Pausen sitzen können, und nicht etwa Regale für diverse Schulmaterialien, wie der Name vermuten lässt.
Die gibt es dafür an anderer Stelle. Denn so wie es aussieht, könnte später wohl für jeden Schüler ein eigener Spind zu Verfügung stehen, in dem Unterrichtsmaterialien aufbewahrt werden können. Ganz nach amerikanischem Vorbild also. Angesichts der schweren Schultaschen - Hieber kennt das Problem von seinen eigenen Kindern - seien die Spinde "eine gute Sache", wie er findet.
Und das findet auch Schulleiter Horst-Dieter Radtke, der ebenso wie seine Kollegen das neue Haus unmittelbar neben der Karl-Marx-Schule täglich mit Freude wachsen sieht. Und auch die Schüler beobachten die Fortschritte mit viel Interesse, versichert Radtke.

Lernort wird was Besonderes

Mit den Bauleitern, die im alten Schulgebäude ein Klassenzimmer zum Baubüro umfunktioniert haben, hält er engen Kontakt. Aber das Konzept selbst habe ihm ohnehin von Anfang an gefallen. So manchem sei vielleicht auch noch gar nicht klar, wie bedeutsam der Bau ist. "Was wir hier bekommen, wird, zumindest für eine Weile, die modernste Sekundarschule im ganzen Bundesland sein", erinnert Radtke. Kaum ein Schüler und auch nur wenige Lehrer würden während ihres Lebens wohl den Einzug in einen Schulneubau erleben. Radtke: "Das ist wirklich schon was Besonderes."

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Dokument erstellt am 2012-11-16 02:12:59
Letzte Änderung am 2012-11-16 02:12:59
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Kreis-Bauausschuss besuchte gestern Nachmittag die Baustelle an der OdF-Straße
Mitte August soll Neubau übergeben werden
Gestern Nachmittag schauten sich die Mitglieder des Kreis-Bauausschusses bei einem Rundgang den Schulneubau an. | Foto: Donald Lyko

Von ihrem Besuch gestern auf der Baustelle der neuen Gardeleger Sekundarschule haben die Mitglieder des Kreis-Bauausschusses eine positive Botschaft mitgenommen: Der Einzug zum neuen Schuljahr kann nach jetzigem Stand wie geplant erfolgen.
Gardelegen l Mit einer Gesamtinvestition von rund neun Millionen Euro ist der Neubau der Gardeleger Sekundarschule derzeit die größte Baumaßnahme des Altmarkkreises Salzwedel. Grund genug für den Bauausschuss, sich einmal vor Ort über den Stand der Arbeiten zu informieren. Das taten sie gestern Nachmittag, die Informationen gab es von Bauleiter Thomas Hieber, Kreis-Bauamtsleiter Klaus-Dieter Wolff und Cornelia Steinecke, Sachgebietsleiterin Hochbau.
Die wohl wichtigste Frage für alle war die, ob der Zeitplan eingehalten werden kann. Die gute Nachricht von Cornelia Steinecke: Derzeit ist es realistisch, Mitte August die baufertige Schule zu übergeben, damit rechtzeitig zum Schuljahresbeginn umgezogen werden kann. Für den Umzug von der jetzigen Karl-Marx-Sekundarschule in die neue Karl-Marx-Schule - die Gesamtkonferenz hatte sich für die Beibehaltung des Namens ausgesprochen - soll ein Umzugsunternehmen eingebunden werden. Wenn die neue Schule bezogen ist, wird mit dem Abriss der direkt daneben stehenden alten Schule begonnen, um einen ansprechenden Schulhof anlegen zu können. Das soll dann bis zum Jahresende erfolgen.
Die neue Schule wird direkt neben der jetzigen Karl-Marx-Schule (rechts) gebaut. | Foto: Donald Lyko

Zeitplan für das Millionenprojekt in Gardelegen von Beginn an sehr eng

Der Zeitplan für den Neubau, in den der Landkreis knapp vier Millionen Euro investiert und der mit fünf Millionen Euro aus dem Europäischen Strukturfonds gefördert wird, sei schon von Beginn an "sehr eng gewesen", informierte Cornelia Steinecke die Mitglieder des Ausschusses. Und dann kamen in den vergangenen Wochen zwei Probleme hinzu: Der Estrich wird vor Ort gefertigt, doch das war wegen des langen Winters mehrere Wochen lang nicht möglich. Zudem wurden die Türen verspätet geliefert - einige werden erst Ende dieser Woche erwartet -, wodurch einige Gewerke warten mussten. Bei ihrem Rundgang bekamen die Ausschussmitglieder aber einen guten Eindruck darüber, wie es später einmal aussehen wird. In der obersten Etage ist schon ein Musterraum fertig mit Lampen und Wandfarbe. Die wird weiß sein, für einen Kontrast soll aber der grüne Fußboden sorgen. Auch das Atrium als Herzstück des kubusförmigen Gebäudes ist schon recht gut zu erkennen, ebenso die Fachkabinette, die Klassenräume, der Eingangsbereich sowie die Loggien. Mit der Grundsteinlegung heute vor einem Jahr war der Bau offiziell gestartet worden.

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"Noch ein ganzes Stück Arbeit vor uns"

Auf der Baustelle der neuen Gardeleger Sekundarschule geht es gut voran. Noch steht der Plan, ab Beginn des kommenden Schuljahres im neuen Gebäude zu unterrichten. Am Donnerstagabend schaute sich der Gardeleger SPD-Ortsverein die Baustelle an.
Von Donald Lyko

Gardelegen Bauleiter Thomas Hieber zeigte sich am Donnerstagabend optimistisch. "Wir sind sehr gut vorangekommen. Derzeit wird daran gearbeitet, den Termin zu halten", sagte er beim Rundgang durch das Gebäude. An dem nahmen neben den Gardeleger Sozialdemokraten auch Vertreter der Kreisverwaltung, die altmärkische SPD-Direktkandidatin für die Bundestagswahl, Marina Kermer, und Jörg Felgner, Staatssekretär im Landes-Finanzministerium, teil.
Hieber ist aber auch Realist: "Es liegt noch ein ganzes stück Arbeit vor uns", sagte er. Denn die Bauarbeiten pünktlich zu beenden, sei die eine Seite, danach müssten aber noch die Prüfungen und TÜV-Abnahmen erfolgen. Thomas Hieber: "Auch das kostet Zeit." Die Treppe ist mittlerweile fertig, ab kommender Woche werden die Fachkabinette eingerichtet. In der oberen Etage sind die Klassen räume fast fertig - mit weißen Wänden und hellgrünen Fußböden. Auch die Türrahmen sind in diesem Grünton gehalten, in den Toiletten gibt es fliederfarbene Kacheln. Zu den noch anstehenden Arbeiten gehört das Einsetzen der Türen zu den Unterrichtsräumen. Die Türen entsprechen den heutigen Vorgaben und sind zweigeteilt. Neben der eigentlichen Tür gibt es einen schmaleren verglasten Teil, wie sie in Sicherheitskonzepten für Schulen vorgeschrieben werden, Stichwort Amoklauf. Zudem lässt sich ohne Öffnen der Tür - und damit Stören im Unterricht - sehen, ob der Raum belegt ist.
Gebaut wird von oben nach unten. "Zum Schluss machen wir uns mit geballter Kraft ans Erdgeschoss", erklärte der Bauleiter den Gästen. Die waren besonders beeindruckt vom Atrium, vom lichtdurchfluteten Mittelteil des Neubaus. Der Blick nach oben, hin zum verglasten Dach, war allerdings nicht ganz ungetrübt. Denn nicht nur an der hinteren Fassade hatten Sprayer schon ihr Unwerk verrichtet. Vermutlich über das Baugerüst waren sie aufs Dach gestiegen und hatten einige der Scheiben der Lichtdecke beschmiert. Der Schaden der Sprayeraktion: zirka 8800 Euro. Die Täter sind mittlerweile ermittelt worden.
Die Verantwortlichen haben nicht nur die Bauarbeiten im Blick, sondern auch den Wechsel vom alten ins benachbarte neue Gebäude. "Den Prozess, den Umzug zu organisieren, haben wir noch vor uns", sagte Kreisbauamtsleiter Dieter Kraus. Geplant ist, bis zum Schulbeginn Ende August in die neue Schule umgezogen zu sein. Das noch brauchbare Mobiliar aus der jetzigen Karl-Marx-Schule soll mit in die neue Schule genommen werden, hinzukommen einige Neuanschaffungen. Nach dem Umzug soll möglichst bald mit dem Abriss der alten Schule begonnen werden. Geplant ist dies noch für dieses Jahr.

Volksstimme, Sonnabend, 29.6.2013 | Gardeleger Kreisanzeiger, S. 7



Bauarbeiten verzögern sich / Landrat haut auf den Tisch, legt aber dennoch Ausweichpläne fest
Die neue Karl-Marx-Schule wird nicht fertig

Lehrer Harald Koßurok (von links), Hausmeister Michael Tempel und Schulleiter Horst -Dieter Radtke stapelten vor wenigen Tagen Kisten mit Inventar aus der alten Schule. | Foto: Gesine Biermann

Seit gestern steht fest: Der Neubau der Gardeleger Karl-Marx-Schule wird zum Beginn des neuen Schuljahres definitiv nicht fertig. Bei einem Vor-Ort-Termin wurden nun zwei verschiedene Ausweichpläne erarbeitet.
Gardelegen Im alten Schulhaus der Gardeleger Karl-Marx-Sekundarschule sieht es derzeit aus wie in einem Lagerhaus. Überall stehen Umzugskartons. Gleich während der ersten Ferienwoche hatten Lehrer, Mitarbeiter und Schulleiter Horst-Dieter Radtke Unterrichtsmaterialien und Unterlagen verpackt und gestapelt, voller Vorfreude darauf, die Kartons im neuen Schulhaus wieder auspacken zu können. Die Umzugsfirma ist bestellt. Pünktlich zum Schulbeginn sollten die Schüler und Lehrer den langersehnten Neubau unmittelbar neben dem alten Schulhaus in Besitz nehmen.
"Das Unternehmen, das die Türen liefern sollte, hat uns komplett hängen lassen."
Nun aber steht fest: Zumindest ein Teil der Kartons wird im Altbau wieder ausgepackt werden müssen.
"Der Neubau wird definitiv nicht fertig", bestätigte Landrat Michael Ziche gestern auf Anfrage. Bei einem Vor-Ort-Termin hatte er sich gestern mit einigen Kollegen - unter anderem Vize-Landrat Eckhard Gnodtke, Bauamtsleiter Dieter Kraus und Schulamtsleiter Ulrich Mußbach - mit Bauleiter und Architekten zusammengesetzt, um sich ein genaueres Bild zu verschaffen. Das Ergebnis der Beratung sind nun zwei Szenarien, wie die Übergangszeit überbrückt werden könnte.
"Plan A ist, wir ziehen teilweise, also zur Hälfte, mit einem oder zwei Drittel der Schüler um", erklärt Ziche. Die Fachkabinette in den oberen Etagen seien fertig, theorerisch auch bezugsfähig. Hier könnte also für einige Schüler schon Unterricht stattfinden. Allerdings müssten im Vorfeld TÜV- und Brandschutzverantwortliche einwilligen. "Auch die Fluchtwege müssen abgenommen sein", macht Ziche klar. "Die Sicherheit der Kinder und der Lehrer hat für uns natürlich oberste Priorität.
" Ob Plan A funktioniert, hängt also davon ab, ob die Prüfstellen kurzfristig zustimmen. Das Architekturbüro habe die Anweisung, sich um die Genehmigungen zu kümmern, so Ziche. "Aber es müssen tatsächlich alle mitspielen. Nur eine einzige Auflage, und Plan A ist geplatzt." Und dann, so Ziche bedauernd, "müssten wir in der Tat noch mal über einige Wochen Unterricht in der alten Schule reden." Noch seien die Tafeln nicht demontiert, auch das Mobiliar sei ja noch vorhanden. Schulleiter Horst-Dieter Radtke, der noch vor wenigen Tagen betont hatte, dass es "im alten Haus definitiv keinen Unterricht mehr geben wird", sei über beide Pläne informiert. "Er kann damit leben", sagt Ziche. Freuen wird er sich darüber indes nicht.
"Ein privater Bauherr hätte längst die Verträge gekündigt, die Rechnung nicht bezahlt."
Und auch Ziche selbst ist offenbar sehr ärgerlich über die Verzögerung. "Ich habe heute auch auf den Tisch gehauen, den Termin angemahnt", versichert er. "Rein rechnerisch ist der aber nicht mehr zu halten." Etwa Ende Mai habe sich schon abgezeichnet, dass es Verzögerungen geben werde, beziffert Ziche. Zunächst habe der lange Winter das Einbringen des Estrichs unmöglich gemacht. Er konnte bei den niedrigen Temperaturen nicht angemischt werden. "Dazu kamen dann massive Probleme mit Firmen. Das Unternehmen, welches die Türen liefern sollte, hat uns zum Beispiel komplett hängen lassen." Ein privater Bauherr hätte längst die Verträge gekündigt, einfach die Rechnung nicht bezahlt, vermutet Ziche. Eine solche Vorgehensweise könne sich ein öffentlicher Auftraggeber aber eben nicht erlauben.
Dennoch werde der Kreis als Bauträger natürlich "in aller Härte gegen den Auftragnehmer vorgehen", versichert Ziche. Dass sich aus den Verzögerungen nun weitere ergeben, sei aber nicht mehr aufzuhalten.
"Das ist wie eine Spirale", macht er deutlich. So habe beispielsweise der Zulieferer für den Trockenbauer Gips-Platten vier Tage zu spät geliefert. "Diese vier Tage halten dann natürlich die folgenden Gewerke wie Elektriker auch wieder auf." Weil die Arbeiten im Trockenbau wiederum sehr staubbelastet sind, könne aber auch die Brandmeldeanlage nicht eingebaut werden. Die würde sonst nochmal komplett gereinigt werden müssen. Von der Brandschutzanlage hänge nun aber die Genehmigung für Plan A ab, erinnert Ziche. Und es ist offensichtlich, dass auch er nicht mehr so recht an den glaubt.
Ausschließen könne er allerdings ganz sicher, dass das Kultusministerium die Ferien verlängert, sagt Ziche mit ein bisschen Galgenhumor, "auch wenn sicher weder Schüler noch Lehrer etwas dagegen hätten". Und auch ein Ausweichen in ein anderes Schulgebäude, auch wenn es theoretisch eine Option gewesen wäre, stünde nicht zur Diskussion. Wäre eher klar gewesen, dass der Termin nicht zu halten ist, "hätten wir zum Beispiel mit einer Projektwoche Zeit überbrücken können", bedauert Ziche. Darüber hätten die Lehrer aber natürlich zuvor informiert werden müssen.
"Sie sieht toll aus. Das wird nach wie vor eine wunderschöne Schule werden."
Nun werden sie spätestens am 15. August erfahren, ob wenigstens einige von ihnen am ersten Schultag ihre Schüler in den neuen Räumen begrüßen können oder ob alle im alten Schulhaus ausharren müssen. An diesem Tag wird nämlich die Entscheidung zwischen Plan A und Plan B fallen.
Er sei trotz allem "sehr guten Mutes, dass auch die Übergangszeit zu überstehen sein wird", betont Ziche. Denn schließlich bleibe es dabei: "Sie sieht toll aus. Das wird nach wie vor eine wunderschöne Schule."

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Unterrichtsbeginn mit Einschränkungen

Aufgrund der Bauverzögerung beim Neubau der Karl-Marx-Sekundarschule Gardelegen wird der Unterricht am 29. August im alten Schulgebäude stattfinden. Allerdings mit Einschränkungen. Dennoch wird jede Klasse ihren eigenen Raum haben.

Viele Lehrmaterialien sind bereits aussortiert, verpackt oder im Müllcontainer gelandet. Dazu gehören auch Materialien für den Musikunterricht. Schulsekretärin Regine Wölm hat allerdings noch einige Platten gefunden, die Erinnerungen an alte Zeiten wecken. | Foto: Cornelia Ahlfeld

Gardelegen l Eigentlich sollte schon alles fertig sein. Eigentlich sollte das neue Schuljahr im schmucken Neubau starten - eigentlich. Doch jetzt ist alles etwas anders. Unter anderem haben Lieferprobleme und der lange Winter zu einer zeitlichen Verzögerung geführt. Der Neubau wird zum Schuljahresbeginn nicht fertig sein. Der Umzug verschiebt sich um etwa dreieinhalb Wochen. Allerdings hat das Kollegium der Schule schon in der ersten Ferienwoche fleißig ausgeräumt, Lehrmaterial und andere Utensilien in die Umzugskartons gepackt. Die Tafeln wurden zum Großteil schon ins neue Gebäude transportiert. Die Fachkabinette ausgeräumt. Damals nämlich hieß es noch, der Schulneubau wird fertig.

Für gut drei Wochen wird Schulleiter Horst-Dieter Radtke noch sein altes Büro nutzen müssen. | Foto: Cornelia Ahlfeld

Gestern Vormittag nun fand aufgrund der neuen Sachlage eine außerordentliche Dienstversammlung der Lehrerschaft statt. Gast der Versammlung war Kreisschulamtsleiter Ulrich Mußbach.

"Der Unterricht wird stattfinden, allerdings mit Einschränkungen", sagte gestern auf Anfrage Schulleiter Horst-Dieter Radtke. Die ersten dreieinhalb Schulwochen werde es ein Provisorium geben. "Alles, was nicht dringend benötigt wird, wird durch die Umzugsfirma ins neue Gebäude gebracht. Der Müll wird entsorgt. Die Flure werden leergeräumt sein", erläuterte Radtke die Sonderplanung. Auf jeden Fall werden alle 15 Klassen und die Lerngruppe der Schule ihren eigenen Raum zur Verfügung haben. Jeder der 288 Schüler wird seinen Stuhl und seinen Tisch haben. Einschränkungen wird es vor allem auch im Fachunterricht geben. Die Fachkabinette für Chemie, Biologie, Physik, Technik und Kunsterziehung seien nicht mehr nutzbar, ebenso die drei Computerkabinette und der Hauswirtschaftsraum.

Das alte Schulgebäude hat bald ausgedient. Im Inneren sind bereits erhebliche Schäden sichtbar. | Foto: Cornelia Ahlfeld

"Es ist aber nicht zu ändern." Schulleiter Horst-Dieter Radtke
Einschränkungen werde es auch in der Ganztagsbetreuung geben. Arbeitsgemeinschaften können nur im sportlichen Bereich angeboten werden. Alles andere werde dann im Neubau wieder aufgenommen.
Nächste Woche wird eine Reinigungsfirma das alte Schulgebäude noch einmal säubern. In der Turnhalle lagern derzeit noch neue Möbel, die in den nächsten Tagen ebenfalls in den Neubau transportiert werden sollen, sodass die Halle auch nutzbar sein wird. "Die Schüler werden an ihrem ersten Schultag eine halbwegs saubere Schule vorfinden", betonte Radtke.

In der Turnhalle der alten Schule lagern neue Möbel, die in den nächsten Tagen in den Neubau transportiert werden. | Foto: Cornelia Ahlfeld

Im Nachhinein sei er allerdings froh, dass die Kartons schon in der ersten Ferienwoche gepackt worden sind. "Hätten wir das erst alles in den ersten Schultagen gemacht, wäre der Unterricht noch chaotischer geworden", so Radtke. Sicher sei die Verzögerung ärgerlich. Die Botschaft habe keine Freude hervorgerufen. "Es ist aber nicht zu ändern", stellte Radtke klar.
Erfreut zeigte sich der Schulleiter, dass mit dem neuen Schuljahr eine 100-prozentige Unterrichtsversorgung gewährleistet werden könne. Mit 30 Lehrern und zwei Gastlehrern seien ausreichend Pädagogen im Dienst. Nicht ausreichend sei die Zahl der Fachlehrer. Betroffen sei vor allem der Unterricht im Bereich Wirtschaft, Technik und Hauswirtschaft. So müsse beispielsweise den Wirtschaftsunterricht ein Sozialkundelehrer absichern.

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